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Dieses Thema hat 115 Antworten
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Excalibur Offline




Beiträge: 1.317

01.05.2008 19:32
Ignis Antworten
Der Feuerplanet "Ignis" befindet sich in der innersten Umlaufbahn des Sonnensystems RED. Er ist zwar recht groß, besteht aber größtenteils aus feinem roten Wüstensand, Steinen, Felsen, Magma und vor allem aus flüssiger Lava. Die zahlreichen Vulkane sind größtenteils noch aktiv und speien beträchtliche Menge Lava aus. Es gibt zum Teil gleichzeitig schreckliche Wüstenstürme, Vulkanausbrüche, Erdbeben, Tektonische Bodenverschiebungen, extrem heiße Luft- bzw. Bodentemperaturen und teilweise gefährliche toxische Gasausdünstungen. Alles im allem kein Ort zum Verweilen, wenn dort nicht die sehr üppigen Rohstoffvorkommnisse wären. Besonders die Edelsteine, die immer wieder aufs Neue durch Lavagestein an die Erdoberfläche gelangen, wecken im Allgemeinen eine starke Begehrlichkeit. Da sozusagen eine sehr dünne Bodenschicht äußerst instabil auf der flüssigen Lavamasse schwimmt, ist ein Besuch auf diesem Planeten außerordentlich gefährlich. Oftmals brechen ganze Landabschnitte ab und versinken langsam in der noch flüssigen Lavamasse. Ebenso gibt es plötzliche Bodenrisse, aus diesen sehr dünnes, schnell fließendes Lavagestein unvermittelt austritt. In der Vergangenheit wurden schon ganze Expeditionsgruppen von Lavamassen eingeschlossen und mussten mittels Hubschraubern gerettet werden. Wegen der extremen Gefährlichkeit des Edelsteinabbaus, wurde vor einiger Zeit beschlossen dieses fortan nur noch durch Sträflinge verrichten zulassen. Der Planet Ignis wurde so zu einem reinen Sträflingsplaneten. Zyklus um Zyklus wurden immer neue Sträflinge aus der gesamten Galaxis zum Arbeitseinsatz auf diesen Planeten gebracht, jedoch flog kaum einer jemals zurück. Auch zahlreiche Mitglieder der gefürchteten Deborsekte, die u.a. auf dem Planeten Etron eine Reliquie entwendeten, wurden nach ihrer Ergreifung hier eingesperrt. Da auf der Planetenoberfläche extrem heiße Temperaturen herrschen, grub man die zahlreichen Gefängnisse tief ins Bodengestein. Schließlich ereignete sich in Zyklus 36 eine folgenschwere Katastrophe. Ein schlagartiger Vulkanausbruch schleuderte nicht nur riesige Gesteinsbrocken über den Planeten, sondern es traten auch größere Mengen toxisches Gas aus. Eine dringliche Evakuierung wurde von Seiten der ISG angeordnet. Als nach einer erneuten mächtigen Explosion das letzte Raumschiff hastig abhebt, fehlen noch einige Häftlinge. Man überließ sie ihrem grausigen und ungewissen Schicksal. Aufgrund der Funkdaten, der noch funktionierenden Messstationen, hat sich die Lage auf dem Planeten jüngst scheinbar wieder stabilisiert. Aber bislang wurden von Seiten der ISG noch keine Besuchsgenehmigungen für diesen Planeten gewährt.

Planetenaufsichtsbehörde der ISG
zuständiger Planetenverwalter
Glasus
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02.05.2008 12:15
#2 RE: Ignis Antworten
Sondermeldung: Zyklus 62/1 Sonnensystem RED Planet Ignis
Erfreulicherweise konnten zahlreiche alte Ladelisten (Galaktischer Raumschiffverkehr) für den Planeten Ignis bei Aufräumarbeiten in den Archiven der ISG entdeckt werden. Ein aufmerksamer Mitarbeiter von Glasus konnte diese vor der routinemäßigen Löschung bewahren. Auf diesen langen Computerlisten sind die einzelnen Warenempfänger (Gefängnisse), die Warenarten (Lebensmittel, neue Gefangene, Treibstoffe, Waffen, Fahrzeuge ect..) und die Gegenstände für den Rücktransport (Edelsteine, Rohstoffe...) akribisch vermerkt. Die Aufzeichnungen enden erwartungsgemäß in Zyklus 36 mit reinen Rücktransporten.
Desweiteren bemüht man sich zur Zeit ein kleines Forschungsteam für die Erkundung des Planeten im Auftrage der ISG zusammenzustellen. Ziel ist die Erstellung eines kleinen aktuellen Planetenführers.
gez. ISG Planetenverwaltung
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Ignis01.jpg  
Excalibur Offline




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11.05.2008 18:24
#3 RE: Ignis Antworten
Ignis Zyklus 62/2 Expeditionstagebuch Standort: SW

Überraschend schnell wurde eine interplanetarische Forschungsgruppe bestehend aus anerkannten Geologen, Mineralogen, Vulkanologen, Botanikern, Zoologen und Klimatologen zusammengestellt. Alte Aufzeichnungen und entsprechendes Kartenmaterial sind aufgrund des sehr instabilen Planetenuntergrundes und der starken vulkanischen Aktivität nur bedingt verwendbar. Der Planet „Ignis“ ändert stets sehr schnell seine natürliche Topografie.
Der Missionsauftrag ist die Erkundung des Planeten. Hierdurch soll geklärt werden, ob dieser durch die ISG eventuell zur Besiedlung und Rohstoffausbeutung erneut für alle Völker freigegeben werden kann.
Da der Planet laut offizieller Angaben, schon seit der letzten Evakuierung verwaist ist, werden weder Waffen noch Bewaffnete mitgeführt, diese Stellplätze nehmen jetzt Transportcontainer ein. Darin werden Messinstrumente, Lebensmittel, Wasser und Treibstoffvorräte in großer Menge mitgeführt.
Die Expedition beginnt auf dem Felsplattenmassiv-Landepunkt im Planetensektor SW. Hier befindet sich auch das sehr alte Scharrbild von „Nazca“. Beim Landeanflug kann man dieses riesige Motiv aus der Luft gut erkennen. Wer dieses vor Urzeiten in den harten Felsen geritzt hat, ist leider unbekannt. Aufgrund Ihrer bedeuteten archäologischen Funde war die benachbarte Ruinenstadt „Nazca“ fortdauernd das Ziel zahlreicher Altertumsforscher.
Die Expedition wendet sich nun in Richtung SO, hierbei muss ein größeres Treibsandgebiet geschickt umfahren werden. Von diesem mineralisch sehr wertvollen Treibsand werden zur späteren Untersuchung Proben entnommen und schon geht es weiter in Richtung SO. Nach kurzer Zeit stößt man auf ein altes Gefängnis mit dem Namen „Maras“. Es schein schon sein Ewigkeiten verlassen zusein und dementsprechend ist auch der Zustand der zum größten Teil unterirdischen Anlage. Nach einer längeren Rast setzt die Expedition Ihre Erkundungsreise in östlicher Richtung fort.
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12.05.2008 03:14
#4 RE: Ignis Antworten
Ignis Zyklus 62/3 Expeditionstagebuch Standort: S

Die nächsten Tage bewegt sich der Trupp nur sehr langsam von West nach Ost. Die Nächte sind kühl und am Tage weht ein leichter Wüstenwind. Diese ungeheure Weite, alles ist so gigantisch, geradezu grotesk und leer.
Die riesigen Dünen- und Sandflächen nehmen nur einen verhältnismäßig kleinen Teil ein, der Größere besteht aus Kies, Fels und Geröll.
Manchmal auch mischen sich Sand- und Felswüste, und wie Klippen aus der See ragen dann die Felsen aus dem goldenen Meer des Sandes.
Der leichte, frische Wind kommt nun gänzlich zum Erliegen. Jetzt flimmert die Luft und die Hitze wird schier unerträglich.
Nur sehr mühsam und nur durch große Umwege kann die Expedition schließlich die ausgedehnte und glühende Felswüste umfahren. Endlich das Etappenziel ist in Sicht. Die Gebäude eines alten Seismologischen Instituts zeichnen sich in der Ferne gut sichtbar aus den kargen Wüstensand ab. Diese Anlage befindet sich durch die zahlreichen Erdbeben in einem sehr maroden Zustand. In nicht allzu ferne Zeit, wird diese gänzlich in sich zusammenfallen. In südlicher Richtung soll sich laut alten Aufzeichnungen eine ISG Ausweichlandezone befinden. Da diese aber nicht auf Anhieb gefunden werden konnte legt die Expedition ihren Weg stattdessen in Richtung Nord-Nord-Ost fort. Sie erreicht schließlich die große verlassene Bergbausiedlung „Caverna“. Der drückend heiße Wüstenwind streicht mit einem leichten heulen durch die zahlreichen leeren Gebäude. Alles wirkt hier gespenstig und leer. Kein Lebenszeichen weit und breit. Ausgediente Bahngleise verbinden die alten Verarbeitungsgebäuden mit dem Tagebau. Auch hier werden wieder sorgfältig von dem noch heißen, mineralreichen Treibsand Proben eingesammelt. Die Expedition verlässt die Stadt über eine kaum noch erkennbare Schotterpiste in südöstlicher Richtung.
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12.05.2008 23:20
#5 RE: Ignis Antworten
Ignis Zyklus 62/4 Expeditionstagebuch Standort: SO

Noch ganz in der Frühe, beim ersten Tageslicht geht es weiter. Es ist noch angenehm kühl und auf der harten Kiespiste kommen die Fahrzeuge gut voran. Die Piste verläuft in süd-östlicher Richtung und wird aber sukzessiv immer schlechter und endet dann schließlich im Nirgendwo. Da nicht weit entfernt im Norden, eine Bahn-Trasse parallel zur Piste verläuft, entschließt man sich jetzt fortan dieser zu Folgen. Der Eingang der „Panshir-Ebene“ wird von zwei alten Gefängnissen flankiert. Auf der einen Seite das „Krytos“- Gefängnis und auf der anderen das „Gavotte“- Gefängnis. Beide natürlich, wie alles hier auf diesen verwaisten Planeten, seit langem unbewohnt und in einem erbärmlichen Zustand. Nach einer kurzen Beratung, hat man schnell entschieden, dass eine nähere Erkundung kaum lohnt. Der Trupp passiert nun die Ebene bis zu Ihrer Namengebenden Bergbau-Ruinenstadt „Panshir“. Da es hier ebenfalls nichts, ausser einigen alten Bergbaugerätschaften zu entdecken gibt, geht es nun direkt in süd-östlicher Richtung weiter. In sengender Hitze beginnt der beschwerliche Aufstieg auf die Hochebene. Auf diesem thront stolz mit drei majestätischen Gipfeln das „Horas“ Gebirge. Mitten zwischen den Gipfeln befindet sich eine tiefe Schlucht. Im schützendem Schatten dieser Schlucht herrscht ein gemäßigtes Mikroklima. Dort unten findet man einen kleinen Teich mit kristallklarem Wasser und spärlichen Pflanzenbewuchs an seinen Rändern. Dann die Sensation. Die Zoologen sind begeistert, eine sensationelle Entdeckung - erste Lebewesen auf „Ignis“. Es handelt sich um die äußerst robuste Wüstenameise (Cataglyphis fortis).
Akribisch wird von den Zoologen und den Botanikern alles genau dokumentiert. Das gesamte Gebiet wird weitläufig als Biosphärenreservat abgesperrt.
Nach einigen Tagen Rast verlässt die Expedition das „Horas“ Gebirge in nördlicher Richtung. Wieder vorbei an der Bergbau-Ruinenstadt „Panshir“ und dann weiter unlängst des Gavotte-Gefängnisses. Zwischen zwei Magma -Gebieten hindurch erreicht man in nördlicher Richtung die riesige Sandwüste „Osiris“.
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13.05.2008 00:08
#6 RE: Ignis Antworten
Ignis Zyklus 62/5 Expeditionstagebuch Standort: O

Es ist eine grauenhafte und endlose Weite. Nur feiner Sand und nochmals feiner Sand. Inmitten dieser Ebene, soll sich laut alten Ladelisten ein Wüsten-Depot befinden. Nach Tagen wird die Suche ergebnislos abgebrochen. Falls dieses wirklich jemals existiert haben sollte, wird dieses mittlerweile durch den feinen Sand vollkommen verschüttet worden sein. Begrenzt wird diese riesige Sandwüste im Norden durch die drei sehr aktiven Vulkane „Mirus“, „Marus“ und „Mutus“.
Hier raucht und zischt es allerorten. Schwere und beizende Schwefeldämpfe durchziehen die unwirkliche Landschaft. Teilweise ist der Boden unter einer dünnen Magma-Kruste butterweich. Von nah und fern sind kleinere und größere Explosionen zuhören. Es ist ein andauerndes und unheimliches Blubbern, Dröhnen, Rumoren, Krachen und Zischen. Hellrote flüssige Lava spritzt meterhoch gegen den Himmel. Das Atmen fällt sichtlich schwer und die Augen tränen. Die Gruppe geht in Deckung als nach einer größeren Explosion große Gesteinsbrocken über dieser herniederregnet. Eilig wird der Weg in Richtung Norden fortgesetzt.
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01.09.2008 23:17
#7 RE: Ignis Antworten
Ignis Zyklus 63/1 Expeditionstagebuch Standort: NO

Major Sirius der militärische Führer der Wissenschaftler treibt zur Eile an. Bereits nach kurzer Wegstrecke, musste die Expedition einer zähen, älteren Lavamasse in Richtung Nord-Ost ausweichen. Aber diese leichten Richtungswechsel kostet erneut viel Zeit und bald wird es wieder zu heiß sein. Schon jetzt bereitet der sehr heiße Wüstensand so manchem luftbereiften Fahrzeug erhebliche Schwierigkeiten. Aber die Wissenschaftler haben die Ruhe weg. Alles wird genau analysiert, notiert und probiert. Es gibt hier nichts, was nicht in irgendeiner Form untersucht werden könnte. Längst ist die Mittagshitze hereingebrochen. Der Trupp bewegt sich nur noch sehr langsam und mühsam durch den weichen leicht gelblich-rötlichen Wüstensand. Ein weiteres Rangerfahrzeug muss schließlich erneut mit geplatzten Reifen aufgegeben werden. Die Truppe steht nun inmitten eines Stachelgrasfeldes und kann das extrem steinige Gelände jetzt gut überblicken. Neben dem schnöden Stachelgras, scheint in diesem unfreundlich heißem Wüstengebiet noch eine andere Pflanze zuwachsen. Auf den ersten Blick sieht sie nach Nichts aus - eine graubraune Knolle, die seit Langem vertrocknet zu sein scheint. Tatsächlich kann die wenig attraktive Wüstenpflanze etliche Jahre ohne Wasser und Erde überleben. Doch wenn man sie ins Wasser legt, entfaltet sie sich innerhalb weniger Stunden zu einer wunderschönen Wüstenrose. Die Wissenschaftler, insbesondere die Botaniker unter ihnen sind hellauf begeistert. Nur Sirius der Wüstenscout erkennt, hier ist absolut kein Weiterkommen mehr. Immer aufs Neue muss er für die Truppe passierbare Wege durch die unwegsame Steinwüste finden. Hätte er doch bloß einen Helikopter mitgenommen. Aber so, bleibt der Expedition die mühsame Wegsuche nicht erspart. Schließlich nach einigen quälenden Stunden hat die Truppe das nächste Etappenziel erreicht. In der halbzerfallenen kleinen Gefängnisbunkeranlage „Naxos“ wird bis zur Dämmerung gerastet. Nach Einbruch der Dämmerung geht es sogleich im grellen Scheinwerferlicht der Fahrzeuge auf einer holprigen Steinpiste immer weiter in Richtung Norden. Noch vor dem Morgengrauen erreicht der Trupp eine große Algenaufzuchtstation. Einige Abteilungen dieser weitläufigen Nahrungsmittelproduktionsanlagen scheinen noch intakt zu sein. Hier befinden sich große Behälter mit Algen sowohl in Süß- wie auch in Salzwasserbottichen. Den folgenden Tag verbringt man im kühlenden Nass. Da es aber hier nichts weiter zu entdecken gibt, macht sich die Truppe erneut in den Abendstunden in Richtung Norden auf den Weg. Die Strasse ist hier noch über weite Strecken intakt und so kommt die Gruppe rasch voran. Schon bald im ersten leichten Tageslicht kann man die mächtige und sehr ausladende Gefängnisanlage „Rais“ im Morgendunst erahnen. Der schier endlose Stacheldraht, dahinter einige Wachtürme und sogar in der Mitte eine kleine Landebahn. „Rais“ war in früherer Zeit laut ISG Aufzeichnungen, ein sehr großes Recyclinglager. Hier mussten die Gefangenen unter freiem Himmel und in sengender Hitze, den alten Einheitenschrott nach den verschiedenen Wertstoffen aussortieren. Der gesamte Gefängnisinnenbereich ist mit alten, halbausgeschlachteten Einheitenwracks regelrecht übersät. Nachdem man es sich im Kontrollraum bequem gemacht hat, wird sogleich ein längerer Expeditionsbericht an die ISG Zentrale gesendet. Gespannt wartet man auf das Sendesignal. Zunächst nur ein leichtes Summen, dann eine kurze Pause - aber dann geht der wissenschaftliche Bericht schließlich knatternd auf die galaktische Reise.
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14.09.2008 13:16
#8 RE: Ignis Antworten
Planetenaufsichtsbehörde der ISG zuständige Planetenverwaltung Abteilung: Glasus

Mit Spannung registrieren die Mitarbeiter von Glasus den Eingang eines umfangreichen Lageberichtes vom Planeten Ignis durch die zuvor entsendeten Wissenschaftler. Ohne Verzug wird dieser erste offizielle Bericht in Filmform im großem Sitzungssaal an die Wand geworfen.
Der Saal wird sogleich verdunkelt und schon erscheinen die ersten beeindruckende Bilder vom Planeten Ignis auf einer Großleinwand. Rot spritzende Lava, kochende Lavabecken, große zähe Magmafelder, riesige gelblich-rötliche Sanddünen aber auch große, karge und öde Steinwüsten. Die Musik ebbt ab und ein Sprecher erläutert nun mit trockener und monotoner Stimme die übertragenden Bilder.
„Ignis ist der einzige Planet des Sonnensystems Red, dessen äußere Schale in riesige, bewegliche Platten zerbrochen ist und durch deren Wanderung sich seine Oberfläche ständig umgestaltet. Wir Geowissenschaftler vermuten, dass auch weiterhin im Inneren des Planeten heißes Gestein aufsteigen und dadurch die dünne Planetenkruste immer wieder aufreißt. Momentan sind die Vulkanischen Aktivitäten sehr gering und die Situation kann als einigermaßen stabil betrachtet werden. Das unkontrollierte Austreten toxischer Gase und größere Erderschütterungen konnten in unserem Untersuchungszeitraum nicht festgestellt werden.

„Der Planetenname Ignis bedeutet in fast allen bekannten Sprachen des Universums > Feuer <. Deshalb wurde auch die Hauptstadt/Verwaltungssitz im Zentrum des Planeten Igneus = feurig, flammend, brennend getauft.
Die Planetengröße beträgt 33
Klima: Wüstenplanet
Sonnensystem: Red
Bevölkerungsdichte: laut offiziellen Angaben ohne Bewohner, dies kann bestätigt werden.
Klima und Vegetation: Der Planet Ignis gehört zu den aridesten (Verdunstung größer als gefallene Niederschläge) und lebensfeindlichsten Orten des Universums.
Während der Planet nur schwach ausgeprägten jahreszeitlichen Temperaturschwankungen unterliegt, ist der Wechsel zwischen der Hitze am Tag und der Kälte der Nacht erheblich. Der wolkenlose Himmel ermöglicht eine ungehinderte Abstrahlung der Tageswärme. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt bildet sich nachts zäher Nebel, der sich erst im Laufe des Vormittags wieder auflöst. Die wenigen Pflanzen und Tiere, die in diesem extremen Klima überleben, haben sich auf das Sammeln von Tau als wichtigste Feuchtigkeitsquelle spezialisiert. Extrem selten erreicht leichter Nieselregen überhaupt den Boden. Allerdings verdunstet das Wasser aufgrund der hohen Bodentemperaturen binnen weniger Minuten erneut. Die Oberflächentemperaturen von bis zu 70°C mittags zwingen die meisten Tiere, die Sonnenstunden in Höhlen oder im Sand vergraben zu verbringen. Untersuchungen ergaben, dass nur 30 cm unter seiner Oberfläche eine Temperatur von nur noch 32°C herrscht. In den Höhlräumen verdunstet außerdem weniger Körperflüssigkeit. Insekten und Reptilien sind daher meist dämmerungs- oder nachtaktiv. Die Dünen beherbergen einige Arten von Käfern, Wanzen und anderer Insekten. Sie dienen einigen Reptilien wie Echsen als Nahrungsgrundlage. Sowohl die Insekten als auch die Reptilien haben oftmals spezielle Gliedmaßen entwickelt, mit deren Hilfe sie sich leicht über die heiße Sandoberfläche fortbewegen können.
Pflanzen sind äußerst selten. Einige einheimische Flechtenarten, sammeln an der Oberfläche mithilfe Ihrer Blätter die Tautropfen der Nacht. Alles wächst sehr kümmerlich und sieht mehr tot als lebendig aus.
Ohne die großen noch zum Teil recht gut erhaltenden Algenzuchtstationen und Gewächshäuser, wäre eine Ernährung auch nur weniger Siedler bzw. Arbeiter absolut undenkbar.
Die Zeugnisse der extensiven Bodenausbeutung in der Vergangenheit sind allerorts noch gut sichtbar. Überall liegen noch halbzerstörte Gleise, Fahrzeugteile, Rohrleitungen und anderer Zivilisationsmüll im Sand zerstreut. Aufgrund der trockenen Witterung, kann hier nichts auf natürliche Weise verrotten. Der Abfall bleibt solange liegen, bis ihn jemand gezielt einsammelt und schließlich fachkundig recycelt. Die Vermüllung des Planeten hat eine erschreckende Qualität. Wir als Wissenschaftler plädieren vehement dafür, dass die ISG nun ein Aufräumkommando und Müllraumschiffe nach Ignis schickt, um dieser erschreckenden Abfallflut herzuwerden. Unsere Geologen haben bemerkenswertes herausgefunden.
Nicht nur Metalle, sondern auch Edelsteine finden sich in großer Zahl. Zum Teil liegen diese einfach an der Oberfläche, sodass diese ohne Probleme nur aufgehoben werden müssen. Der Abbau erfolgte in der Regel im preiswerten Tagebau. Diese Mineraliendichte ist kaum erklärbar und äußerst ungewöhnlich. Manche Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass die frischen Lavaströme hierfür verantwortlich sein könnten. Diese würde die begehrten Rohstoffe an die Oberfläche spülen. Allerdings werden diese gewagten Hypothesen momentan noch heftig diskutiert. Weiter Untersuchungen und Bodenproben, werden hier sicherlich bald mehr Klarheit bringen. Ein Manko konnten wir allerdings feststellen. Auf dem Planeten Ignis gibt es kaum abbaubare Treibstoffvorräte. Bemerkenswerte Vorkommen liegen laut unseren Untersuchungen nur in einem Zentralgraben in der Mitte des Planeten und dieser verläuft von Nord nach Süd. Ansonsten liegen die anderen entdeckten größeren Treibstoffvorkommen momentan leider unter dicken Magmafeldern. Hier wird sich ein wirtschaftlicher Abbau kaum lohnen. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass zukünftig, falls der Planet wirklich zur erneuten Besiedlung durch Ihre Behörde freigegeben wird, fast aller Treibstoffe importiert werden müssen. Hierfür sollte durch die ISG Behörde schon im Vorfeld, speziell an den Raumschifflandeplätzen, größere erdbebensichere Treibstofflagerstätten errichtet werden.
Abschlussbemerkung: Wir sind alle der Ansicht, dass einer erneuten Besiedlung zum Abbau der zahlreichen Bodenschätze nichts mehr im Wege steht.
Wir haben da noch eine andere sehr merkwürdige Sache entdeckt und werden uns deshalb in wenigen Stunden erneut bei Ihnen melden. – Ende Bericht Wissenschaftler –

Sofort werden die Vorhänge wieder geöffnet und helles Tageslicht durchflutet sogleich den Sitzungssaal.
Nach einer eingehenden Diskussion werden folgende Beschlüsse gefasst:
1.) Die vorliegenden Anträge für eine erneute Besiedlung speziell durch Bergbaufirmen wird hiermit stattgeben.
2.) Die ISG Planetenaufsichtsbehörde wird auf eigene Kosten, größere aber leere, jedoch erdbebensichere Treibstofftanks neben den zukünftigen Raumschifflandebahnen errichten.
3.) Sogleich werden vier Gruppen ziviler Mechaniker von einem anderen nahen und jetzt schon vorzeitig beendeten ISG Projekt abgezogen und mit dem alten Mülltrader „Santus“ auf die ganz südlich liegende Landezone geschickt. Sie sollen nun schon im Vorfeld mit der Reinigung und mit dem Aufbau der nötigen Infrastruktur beginnen. Da es sich hierbei um eine rein zivile Mission handeln soll, wird diesmal kein Militär mitgeschickt. Die Missionsleitung wird in diesem Falle wohl dem bekannten Ingenieur „Archillus“ übertragen. Da die Gruppen bislang auf dem direkten Nachbarplaneten arbeiteten und diese sofort aufbrechen könnten, wird mit der baldigen Arbeitsaufnahme gerechnet. Weitere Müllschiffe werden durch die ISG Behörde im Sonnensystem RED in Bereitschaft gehalten.

Also es kann losgehen! Ran an die Arbeit!
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14.09.2008 14:44
#9 RE: Ignis Antworten
"Hi Duke, ich glaube wir haben Besuch. Schau her..."
"Na endlich, wir warten ja hier schon eine Ewigkeit. Wie viele sind es, sind sie bewaffnet ?"
"Nee, nur einige Fahrzeuge, alles Zivilisten ohne Waffen. Ich glaube das sind Wissenschaftler ?"
"Na, das müssen ja schöne Spinner sein."
"Ja - so sehen sie aus ..."
"Ok - schick einige Jungs zur Begrüßung hin. Und noch eins, keine unnötigen Schießereien. Ich will sie lebend. Vielleicht ist das unsere große Chance, auf die wir immer gewartet haben. Es könnte sein, das wir mit ihrer Hilfe den Planeten verlassen können ?"
"Aber ich glaube da sind ISG Abzeichen auf den LKW´s, dass könnte richtige Probleme geben ?"
"Egal, wir haben nichts mehr zu verlieren."
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14.09.2008 15:11
#10 RE: Ignis Antworten
Kurznachricht von Major Sirius Expeditionsleiter vom Planeten Ignis an die ISG Planetenverwaltung z.H. Glasus. „Wir haben da noch was. Bislang gingen wir fest davon aus, dass der Planet momentan nicht besiedelt ist. Wir stützen auch weiterhin diese Annahme, allerdings glauben einige Expeditionsmitglieder in den letzten Tagen zu spüren, sie würde heimlich beobachtet. Wir wollen hier keine Panik oder Durcheinander machen, jedoch besonders in den Geisterstädten haben wir so ein merkwürdiges Gefühl. Ausserdem haben wir noch scheinbar frische und sehr eigenartige Wandparolen entdeckt. Ein typisches Bild werden wir Ihnen hiermit übermitteln.
Anfrage. Könnten Sie uns einen direkten Funkkontakt mit dem ehemaligen Gefängnisdirektor dieses reinen Sträflingsplaneten Ignis herstellen? Wir hätten da noch einige Fragen an ihn. Wir verlassen jetzt das große Recyclinglager "Rais" und werden in Richtung Westen über die großen und sehr alten Scharrbilder, den nächsten Sektor NORD in Augenschein nehmen. Wir melden uns dann wieder. Ende.
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14.09.2008 16:17
#11 RE: Ignis Antworten

Ignis Zyklus 63/2 Expeditionstagebuch Standort: N

In den frühen Morgenstunden hat die Expeditionsgruppe nun die alten Scharrbilder von Zagreus erreicht. Wer diese riesigen Scharrbilder in den harten Felsboden eingeritzt hat, kann heute nicht mehr festgestellt werden. Aber aufgrund der primitiven Ausführung, könnte man zu dem Schluss kommen, dass es ein primitives Urvolk des Planeten gewesen sein muss.
Weiter westlich erreicht nun die Expeditionsgruppe den schon seit längerer Zeit erloschenen Einzelvulkan mit dem Namen Remus. Da dieser Punkt sehr hoch über dem übrigen Gelände liegt, ist die Sicht von hier einfach grandios. Man kann von dort das weiter westlich liegende Gefängnislager Lepsius und die vorgelagerte Geisterstadt Cherubim im gelben Wüstensand erahnen. In südwestlicher Richtung ist die Gefängnisanlage von Robak mit seinen sehr großen Öllagerstätten gut sichtbar. Dahinter, allerdings ganz in der Ferne erhebt sich hoch und drohend das größte noch aktive Vulkangebirge des Planeten. Man nennt dieses Gebirge auch die sieben Säulen. Das gesamte umliegende Vulkangebiet soll laut alten Aufzeichnungen sehr Rohstoffreich sein. Die Expeditionsgruppe macht nun auf dem Gipfel von Remus Rast, genießt die schöne Aussicht und sendet die neuen Bilder zur Zentrale.

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14.09.2008 17:32
#12 RE: Ignis Antworten
„Hallo, können sie mich verstehen? Hier Gefängnisdirektor a.D. van Harius. Sie wollten mich sprechen ?“
„Ja – das ist richtig.“ Antwortet rasch der Expeditionsleiter auf Ignis, Major Sirius.
„Welchen Fragen haben Sie an mich ?“
„Wurden alle Gefangenen und Aufseher bei der großen Katastrophe evakuiert ?“
„Nein, viele mussten in der Eile zurückgelassen werden.“
„Glauben Sie, dass noch ehemalige Gefangene dieses Inferno überlebt haben ?“
„Nein, das halte ich für ausgeschlossen.“
„Aber die Gefängnisanlagen waren doch massive unterirdische Bunkeranlagen und sind auch jetzt noch teilweise vorhanden. Ausserdem haben wir noch vereinzelnd Trinkwasser und Nahrungsmittelfabriken (Algenzuchtstationen) gefunden.“
„Was wollen Sie damit andeuten?“
„Wir fühlen uns seit einiger Zeit beobachtet, wir glauben mittlerweile, dass wir hier auf diesen Planeten nicht mehr alleine sind ?“
„Haben Sie konkrete Anhaltpunkte für diese Vermutung ?“
„Ja – wir haben heute frische Reifenspuren im Wüstensand gefunden.“
„Denken Sie wirklich an ehemalige Häftlinge aus meinen Gefängnis? Wenn das wahr sein sollte, dann haben Sie ein richtig großes Problem.“
„Wieso ?“
„Das waren richtige Schwerstverbrecher und Kriegsverbrecher. Alles ehemalige Elitesoldaten. Das waren einst die Besten der Besten. Ein Wunder das man diese Meute durch eine Kriegslist überhaupt lebend fangen konnte. So ein freilaufender Verbrecher ist ja nicht weiter schlimm, wenn er jedoch bewaffnet ist und darüber hinaus eine exzellent ausgebildete Killermaschine ist, dann ist das schon etwas anderes.“
„Gab es überhaupt Waffen auf Ignis?“
„Ja – natürlich. Hauptsächlich leichte Waffen für die Wachmannschaften. Einige schneller Wüstenfahrzeuge und meine persönliche Helikoptersammlung. Das ich gerade diese zurücklassen musste, tat mir sehr leid. Aber schwere Panzer, gab es nicht – wofür auch – wir hatten ja keine äußeren Feinde.“
„Was sollen wir tun ?“
„Brechen Sie sofort die Expedition ab. Die ISG sollte zuerst einige bewaffnete Sonderkommandos auf den Planeten schicken. Die Sache könnte unter Umständen wirklich sehr gefährlich werden. Diese ehemalige Deborsekte, so hießen meine Kriegsgefangenen damals, waren echt raue und brutale Burschen. Die verstanden überhaupt keinen Spaß und kannten keine Gnade, sie töten rein aus Freude. Besonders die Übelsten unter Ihnen sind bei der Katastrophe untergetaucht. Damals war ich ganz froh, dass ich sie endlich loswurde.“
„Waren die ehemaligen Gefangenen auf Ignis organisiert ?“
„Nein, dass konnte sie nicht, viele wurde in Einzelhaft gehalten. Allerdings waren sie vor Ihrer Ergreifung gut in sogenannten Rotten organisiert und wir versuchten später diese Strukturen gezielt durch Einzelhaft zu zerstören. Die einzelnen Rottenmitglieder wurden ganz bewusst getrennt und mussten unter strengster Bewachung, an ganz verschiedenen Orten, Rohstoffe unter schwierigsten Bedingungen abbauen. Ich sende Ihnen gleich auch einige Bilder. Die Gefangenen wurden zur besseren Erkennung allesamt in orange Häftlingskleidung gesteckt.
Nur der damalige Debor Oberbefehlshaber "Devil-Smiley" ist bei den Kampfhandlungen auf Etron vermutlich untergetaucht. Ich habe nie mehr etwas über ihn gehört, aber seine sogenannten Rottenführer wurden in einem extra gebauten Hochsicherheitstrakt hier auf Ignis festgesetzt. Von Zeit zur Zeit kamen sogar Abgeordnete der Siegermächte vorbei, um sich direkt auf dem Planeten Ignis zu vergewissern, dass diese äusserst gefährlichen Rottenführer auch für alle Zeiten sicher hinter Schloss und Riegel saßen. Also diese Rottenführer waren allesamt sehr gewiefte und skrupellose Offiziere von Devil-Smiley. Alle sechs inhaftierten wurden nicht evakuiert. Wir haben alles akribisch nachgezählt und haben auch extra nachgeforscht. Genau diese sechs gefährlichsten ehemaligen Rottenführer, aus den Hochsicherheitstrakt wurden damals nicht gerettet. Wir haben dann später viele Evakuierte befragt, aber keiner konnte genaue Angaben über ihren Verbleib machen. Die Namen werde ich nie vergessen. Sie hießen: Rufus, Jerobeam, Mogul, Duke, Ragnor und Zagreus. Also das waren wirklich schwere Jungs – richtige Killer. Ein wirkliches Glück das ich heute mit diesen Banditen nichts mehr zutun habe. Wissen Sie, wenn das anständige und tapfere Krieger gewesen wären, dann hätte ich ja noch Mitleid mit Ihnen gehabt, aber das war der reinste Abschaum. Das waren hoch ausgebildete Banditen, Räuber, Halsabschneider und skrupellose Meuchelmörder. Nee – Kriegshelden sehen in meinen Augen anders aus. Also tunen Sie mir den Gefallen, brechen Sie schnellstmöglich diese Expedition ab. Haben Sie noch Fragen ?“
„Nein, im Augenblick nicht, danke für das Gespräch.“
Ende – Funkverbindung -
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15.09.2008 03:28
#13 RE: Ignis Antworten
- Zyklus 63/3 abgefangener Funkverkehr der Debor durch einen ISG Spionagesatellit -

"Hi Duke, wir haben sie ! Zunächst hatten wir sie wieder durch einen Sandsturm aus den Augen verloren, aber dann am späten Nachmittag hatten wir sie schließlich doch.
Es gab keine Gegenwehr, nur ein Fahrzeug befand sich beim Zugriff oberhalb der Dünen. Weiß der Geier, was die dort zu suchen hatten. Naja - nachdem diese nicht direkt unserer Aufforderung nachkamen, sich direkt zu ergeben - haben unsere Jungs sie durch die Wüste mit Ihren Motorrädern verfolgt. Es waren zunächst zwei Personen in einem ungebauten Ranger, die sind gefahren wie der Teufel. Aber einen haben wir doch noch erwischt. Er lag nachher mit einem Genickschuss im Sand. Der andere ist uns leider entkommen."
"Seit ihr völlig von Sinnen, ich hatte ausdrücklich gesagt, ich will sie lebend!".
"Naja – so was kann man nicht planen. Wir konnten ja nicht wissen, das diese versuchen werden durch die Wüste abzuhauen. Und die Jungs sind halt schnell mit der Knarre. Ich war schon froh, als ich von der Verfolgungsjagd wieder ins Lager zurückkehrte, dass wenigstens die anderen noch lebten. Es hätte auch gut sein können, dass die Jungs, wenn sie schlecht drauf sind, die Geisel einfach mal so platt machen."
"Damit das eindeutig klar ist - Sie haften mir persönlich, für das Leben alle Geisel. Also bringen sie diese jetzt schnellstmöglich und unversehrt zu unserem Hauptquartier nach Igneus. Und noch was, wo ist das Raumschiff, mit welchen sie gekommen sind? Ist es vielleicht noch auf Ignis oder wurden sie nur hier auf dem Planeten abgesetzt ?"
"Das war auch das Erste, wonach ich die Geiseln gefragt habe. Alle sagten in den Einzelverhören, der ISG Pathfinder stände immer noch im S/W - Sektor, also noch genau da wo sie gelandet wären."
"Das sind sehr gute Nachrichten! Wenn haben wir da augenblicklich im Sektor ?"
"Ich glaube Drusus mit seiner Rotte ist dort unterwegs, ich werde Sie gleich mal anfunken."
"Ok - machen Sie das. Wer verfolgt den Flüchtling ?"
"Das sind zwei meiner Jungs. Sehr zuverlässige Leute, etwas besonnener und nicht so direkt mit dem Schießeisen, ich kann mich in der Regel auf diese verlassen."
"Gut – als erstes jetzt Drusus und seine Jungs anfunken und dann direkt auf den schnellsten Wege mit den Geiseln in unserem Hauptquartier." - Ende –
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15.09.2008 04:03
#14 RE: Ignis Antworten
63/4 Hallo, hier Major Sirius Expeditionsleiter vom Planeten Ignis an die ISG.

Notruf ... Notruf...!

Ganze Expedition wurde heute Nachmittag von Unbekannten verschleppt. Nur mir gelang die Flucht. Beim Überfall war ich gerade mit unserem Biologen Harris oberhalb einer Düne um Foto´s einer sehr seltenen Echsenart zumachen, als plötzlich einige Motorräder unser Lager umstellten. Es gab kein Schusswechsel. Unsere Wissenschaftler hätte aber auch nichts machen können, da ich als Einziger der Gruppe eine Schusswaffe mitgenommen habe. Wir zwei oberhalb der Düne konnten das Geschehen gut beobachten und entschieden uns dann kurz entschlossen zur Flucht durch die Wüste. Natürlich wurden wir durch die Motorräder verfolgt, es kam zu einer dramatischen Verfolgungsjagd. Hierbei wurde mein Beifahrer Harris leider getroffen und fiel schließlich aus dem fahrenden Ranger.
Ein Wüstensturm kam mir zu Hilfe und so konnte ich schließlich im dichten Sandnebel untertauchen. Verstecke mich jetzt hier in der alten Bunkeranlage „Robak“ und warte auf weitere Instruktionen.
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15.09.2008 04:21
#15 RE: Ignis Antworten
63/5 Hier ISG Zentrale an Major Sirius auf dem Planeten Ignis.

„Notruf erhalten, bitte melden !“
„Hallo Major Sirius – können Sie mich verstehen ?“
„Ja – sehr gut – die Funkverbindung ist hervorragend“
„Sind Sie verletzt?“
„Nein“
„Ist Ihr Fahrzeug fahrbereit?“
„Ja“
„Fahren sie jetzt augenblicklich in den Südwestsektor zu Ihrem Raumschiff und machen sie dies fluguntüchtig. Haben Sie beim Verlassen des Raumschiffes, die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, wie Sicherheits-Verriegelung der Außentüren, Entnahme des Steuerungscodes usw. ?“
„Nein, - wieso auch, wir dachten doch, wir wären völlig alleine auf diesem Planeten, weshalb dann diese ganze Verschließerei. Und wenn ich das Raumschiff fluguntauglich gemacht habe, wie soll ich dann wegkommen ?“
„Den Pathfinder können Sie eh nicht alleine fliegen, also unbrauchbar machen und dann direkt weiterfahren in den Südsektor. Dort haben wir gegenwärtig noch einen Mülltrader stehen. Genaue Koordinaten werden Ihnen sogleich mitgeteilt. Wir schicken Ihnen direkt Hilfe.“
- Ende Funkspruch -
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15.09.2008 05:54
#16 RE: Ignis Antworten
63/6 Krisensitzung in der ISG Zentrale.
Krisenstab großer Sitzungssaal:
„Was machen wir jetzt ? Die Situation auf dem Planeten Ignis ist äußerst schwierig und droht außer Kontrolle zugeraten.
Vor einigen Tagen wurde eine Gruppe renommierter Wissenschafter von ehemaligen Gefangenen auf dem ehemaligen Gefängnisplaneten Ignis entführt. Die Entführer gehören laut unseren Informationen einer ganz gefährlichen Gruppierung der Deborsekte an. Sie haben ja eben alle die notwendigen Informationen durch den sehr ausführlichen Vortag unseres Kollegen Glasus erhalten. Gibt es jetzt dazu noch Fragen ?“
„Ja – heißt es jetzt richtig Debor oder Deborsekte ?“
„Das frühere Volk nannte sich das Volk der Debor. Ihr früherer Oberbefehlshaber war damals ein gewisser "Devil-Smiley", der aber entweder tot oder untergetaucht ist. Anschließend verfiel die Struktur der Debor in einzelne Rotten, diese wieder rum wurden auf verschiedenen Planeten durch namhafte Warlords angeführt. Da diese später oft ohne Disziplin und auch mit zum Teil sehr merkwürdigen Zielen operierten, wurden diese verschiedenen Gruppierungen durch Ihre Feinde schließlich allgemein Deborsekte genannt. Der Ausdruck Deborsekte ist also eher unsere Sammelbezeichnung für diese Gruppierung. Als ein richtiges Volk kann man sie heute eigentlich nicht mehr bezeichnen, da sie über keine Staatsorganisation mehr verfügen. Sie sind überall geächtet und ähneln eher einem Verbrechersyndikat und werden daher von uns schlechthin als Deborsekte tituliert. Aber nach unseren neusten Recherchen gibt es noch weitere verborgene Gruppierungen auf vielen Planeten. Erst kürzlich hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Historiker namens „Horaz“ von Etron. Aber das führt jetzt hier zu weit. Gibt es noch weitere Fragen ?“
„Wurden schon Lösegeldforderungen von den Entführern an die ISG gestellt.“
„Ja – wir bekamen eben eine entsprechende Funkmitteilung.“
„Was wurde für die Freilassung der Geiseln gefordert?“
„Merkwürdigerweise kein Material, das scheinen sie hier auf Ignis in rauen Mengen zuhaben, nein es wurde 1.000.000 Fuel, ein Raumschiff, freien Abzug, schwere Waffen und Nahrungsmittel gefordert.“
„Wer ist der momentane Anführer?“
„Ein gewisser DUKE. Er stammte übrigens wie viele ehemalige Debor-Kämpfer vom Planeten Etron ab. Sein Geburtsort wurde mit Prios angegeben. Weitere Informationen zur Person DUKE liegen uns bisher leider noch nicht vor. Nur ein altes Archivfoto aus einem früheren ISG Bericht über kriminelle Banden auf Etron, kann ich Ihnen gleich hier an die Wand werfen.“
„Wie sind die Entführer bewaffnet?“
„Hierüber liegen uns keine genauen Informationen vor.“
„Werden wir auf die Forderungen der Entführer eingehen?“.
„Nein, auf keinen Fall, die ISG ist nicht erpressbar. Wir werden aber zum Schein zunächst auf ihre Forderungen eingehen um dann im Schutze der Lösegeldübergabe heimlich einige Befreiungskommandos abzusetzen.“
„Wie genau soll die Tarnung dieser Kommandos aussehen ?“
„Wir werden also so tun, als gingen wir auf Ihre Forderungen ein und beim Ausladen der alten Transport-Trader, also hinter vielen Kisten verborgen, werden dann schließlich unsere Sonderkommandos zugreifen.“
„Wenn das alles so geheim ablaufen soll, müssen zum einen die Kommandos schnell zusammengestellt werden und zum anderen darf es sich nur um eine sehr kleine Truppe handeln, ansonsten fliegt die Tarnung ja direkt auf?“
„Absolut richtig, genauso ist unser Plan“.
„Wo bekommen wir die Kommandos so schnell her?“
„Ich habe da einige Freunde, ich glaube für einen lukrativen Nebenjob, sind die immer zuhaben.“
„Das kann aber auch ins Auge gehen. Was ist wenn die Aktion scheitert?“
„Also dann wird’s richtig teuer. Dann werden wohl die Forderungen der Entführer ins unermessliche gehen. Das darf auf keinen Fall passieren.“
„Wer ist sonst noch auf dem Planeten ?“
„Bedauerlicherweise haben wir erst gerade einige unbewaffnete Ingenieure zum Aufräumen nach Ignis geschickt. Sie befinden sich momentan in Gruppen verstreut in den südlichen Sektoren. Wir werden versuchen, diese zu unserem Mülltrader „Santus“ zusammenzuziehen und schließlich ausfliegen zulassen. Ausserdem haben wir noch ein weiteres Problem. Der Pathfinder womit die Wissenschaftler ursprünglich nach Ignis gekommen sind steht völlig unverschlossen im Südwestsektor. Wir versuchen gegenwärtig krampfhaft, diesen Pathfinder unbrauchbar zumachen. Wir haben aber nur einen Mann vor Ort, einen gewissen Major Sirius. Hoffentlich erreicht er das Raumschiff vor den Banditen. Leider wird unser Mann momentan verfolgt. Wird er vorher entdeckt und wird dieser von den Banditen ergriffen, könnte uns unser eigener Pathfinder leicht vor unserer Nase geklaut werden. In diesem Falle können wir absolut nichts machen. Die ISG hat zur Zeit keine eigenen Waffen, Abfangsatelliten und Kampfraumschiffe im Planetensystem Red stationiert. Wenn wir eigene Truppen zusammenziehen wollen, müssen wir vorher unsere vorgesetzte Dienststelle über die Vorgänge hier auf Ignis genau ins Bilde setzten. Dies würde wiederum zu sehr unangenehmen Fragen führen. Ich hoffe das wir unser Problem alleine, ohne großes Aufsehen geregelt bekommen. Wenn uns allerdings durch Nachlässigkeit dieser Pathfinder oder der alte Mülltrader abhanden kommt, bekommen wir hier durch unsere eigene Aufsichtsbehörde richtigen Ärger. - Und meine Herren, dann wird’s allerdings richtig peinlich und es werden Köpfe rollen.
Aber wir können im Moment nichts weiter tun, wir haben keine eigenen Truppen in Reichweite. Als erstes werde ich jetzt gleich einige Freunde anrufen. Vielleicht können diese uns schnell und diskret aus der Patsche helfen ?“
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15.09.2008 06:49
#17 RE: Ignis Antworten
65/1 Krisensitzung in der ISG Zentrale.

„Dieser Duke wird langsam ungeduldig. Er droht nun die Geiseln nacheinander umzubringen, wenn wir nicht bald seinen Forderungen nachkommen. Wir halten ihn momentan noch hin. Major Sirius schlägt sich derzeit alleine durch die Wüstenlandschaft, allerdings sind ihm die Häscher dicht auf den Versen. Unser Pathfinder und unser Mülltrader blieben bislang unentdeckt. Die Ingenieure konnten wir leider noch nicht warnen, da keine Funkverbindung zu ihnen besteht. Es gelang uns aber mittlerweile vier mutige Anführer mit entsprechenden Kommandoeinheiten für unsere Befreiungsaktion zu gewinnen. Diese Sonderkommandos befinden sich bereits mit alten Tradern im Anflug auf Ignis. Alles läuft wie besprochen. Tarnung hält bisher. Dann wollen wir mal hoffen.
Ach so, bevor ich es ganz vergesse, es gibt noch eine gute Nachricht. Ein ehemaliger Wachmann auf Ignis hat ebenfalls überlebt. Er hat durch Zufall mit uns Funkkontakt aufgenommen. Er nennt sich Mad Max und wird dem Befreiungskommando nach dessen Landung als Scout zur Verfügung stehen.“
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21.09.2008 22:48
#18 RE: Ignis Antworten
Z66 R1 „Duke, wir sind reingelegt worden! Eben als wir das Lösegeld aus den Tradern ausgeladen wollten, haben wir Kommandoeinheiten hinten den Kisten entdeckt. Wir konnten gerade noch in letzter Sekunde auf unseren schnellen Motorräder in die Wüste entkommen.“
„Oh - diese Elenden. Diesen Betrug werden Sie uns noch teuer bezahlen. Also tritt jetzt Plan B in Kraft. Sagt den Jungs bescheid und sucht gefälligst eiligst dieses Wissenschaftlerraumschiff. Von der Geiselgruppe ist Euch doch einer entwischt ? Setzt doch einfach einen Helikopter aus der Sammlung unseres lieben Gefängnisdirektors a.D. van Harius ein. Damit dürfte es wohl kein Problem sein, diesen flüchtenden Verrückten schnell zur Strecke zubringen?"
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Excalibur Offline




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21.09.2008 23:42
#19 RE: Ignis Antworten
Z66 R1 Tagebucheintrag von Planetenverwalter Glasus.

Überraschung ist gelungen und die Befreiungsoperation läuft gut an. Meine vier Helfer scheinen allesamt richtige furchtlose Haudegen zu sein. Ich scheine mich nicht in den Befehlshabern „Bahunabega“, „Turtle King“, „Setupman“ und „Redhourse“ getäuscht zuhaben. Allerdings drängt die Zeit sehr, denn es ist eine neue Videobotschaft mit weiteren Forderungen der Geiselnehmer eingetroffen. Die Debor sind jetzt wütend und lassen Ihren Frust voll an den Geiseln aus. Auf dem Video werden die Wissenschaftler von Ihren Bewachern gequält und sie sehen wirklich sehr mitgenommen und erbärmlich aus.
Die Sache muss jetzt schnellstens beendet werden, ich glaube die Geiseln halten die Strapazen nicht mehr lange durch. Leider noch immer keine Nachricht von Major Sirius. Wo dieser wohl stecken mag ? Aber unser neuer Scout „Mad Max“ hat mittlerweile Kontakt zu den ISG Ingenieuren (Müllsammlern) hergestellt und diese ohne Verluste in unsere Lager gelotst. Diese Müllsammler scheinen echt patente Kerle zu sein, die machen sogar aus Schrott funktionsfähige Einheiten. Diese Namen werde ich mir gut merken, solche Tüftler kann ich stets gut gebrauchen. Wenn sich doch nur endlich Major Sirius melden würde....
Excalibur Offline




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22.09.2008 00:44
#20 RE: Ignis Antworten
Z66 R1 In der Wüste.

Major Sirius wachte auf, weil jemand sein Gesicht liebkoste. Zumindest glaubte er, es sei seine Freundin. Dann öffnete er die Augen und stellte fest, dass das, was er für ihren warmen Atem gehalten hatte, in Wirklichkeit die ersten Strahlen der Sonne waren, die durchs Wagenfenster drangen. Er schlug die Decke zurück, öffnete die Tür und stieg fröstelnd aus. Noch hatte sich das Land nicht wieder erwärmt. Echt komisch hier auf Ignis, denkt er sich noch ganz schlaftrunkend, in der Nacht ist es hier eisig kalt und dann sobald die Sonne aufgeht, direkt eine unheimliche Hitze. Er verrichtete seine Notdurft, zündete sich eine Zigarette an und kletterte auf den niedrigen Hügel, neben dem er geparkt hatte. In nördlicher Richtung erstreckten sich die drei aktiven Vulkane, welche sich jetzt in der aufgehenden Sonne in einem zartem rosa stolz präsentierten. Sonst gab es nur Wüste, eine zerklüftete, ungleichmäßige Landschaft aus Sand- und Schotterfeldern mit vereinzelten Felsbrocken, die hier und da aus dem Boden ragten. Eingeschüchtert von Ihrer Kahlheit, betrachtete er die Gegend, dann schnippte er seine Zigarette fort, ging zum Wagen zurück und holte das GPS aus dem Handschuhfach. Er gab die neuen Koordinaten ein und drückte auf die „Gehe zu“ Taste.
Gemäß der Anzeige auf dem Display war er noch einige Tage vom Raumschiff entfernt. Mit einem leichten Magenkurren denkt er bei sich: „Hoffentlich finde ich bald unterwegs Nahrung und Treibstoff ?“ Die Tankanzeige zeigte unverändert 2/3 voll.
Er legte das GPS Gerät mit seiner Pistole in das Handschuhfach. Dann ließ er ein wenig Luft aus den Reifen, um die Haftung zu verbessern, stieg ein, ließ den Motor an und fuhr langsam in die Wüste hinaus, wo die Räder tiefe Spuren im Sand hinterließen.
Er war noch nie über solches Terrain gefahren. Deshalb manövrierte er äußerst vorsichtig und bewegte sich mit gleichmäßiger, niedriger Geschwindigkeit voran. Der Wüstenboden schien fest zu sein, aber überraschend legten sich Senken und Buckel in den Weg. Gelegentlich fuhr er eine Düne hinauf und musste feststellen, dass sie auf der anderen Seite fast senkrecht zwanzig Meter nach unten abfiel. Einmal überschlug er sich fast und konnte den Wagen nur noch mit Mühe unter Kontrolle halten, während er seitlich einen Abhang hinabrutschte und eine tiefe Furche in der Düne hinterließ. Danach drosselte er seine Geschwindigkeit noch weiter.
Auf den ersten Kilometer tauchten gelegentlich noch andere Reifenspuren im Sand auf. Vermutlich stammten diese von Motorrädern. Sie wurden allmählich seltener, bis sie schließlich gänzlich verschwanden. Ab jetzt gab es nur noch feinen Sand, Fels und Schotter und darüber ein riesiger blauer Himmel. Die Hitze wurde allmählich trotz des Fahrwindes unerträglich. Er hielt an, schaufelte mit seinem kleinem Klappspaten ein Mulde in den lockeren Sandboden, fuhr mit seinem Jeep über die Mulde und kletterte schließlich unter sein Fahrzeug. Hier im Schatten ließ es sich besser aushalten. Ich werde ich mich nun einige Stunden ausruhen und dann in der kurzen Dämmerung, wenn es etwas abkühlt einige Meilen mit Scheinwerferlicht weiterfahren. Dies ist zwar äußerst gefährlich, aber immerhin besser, als in dieser brütenden Hitze weiterzufahren. Ihm wurde schlagartig klar, dass sein Weg durch die Wüste viel weiter sein musste, als ihm das GPS glauben machen wollte. Das GPS Gerät hatte ihm die Entfernung in Luftlinie angezeigt. Auf dem Boden jedoch war es wegen unpassierbarer Sandhügel, hoher Sandsteinkämme und plötzlich auftauchender, zerklüfteter Felsbrocken unmöglich, diesen Kurs zu halten. Ständig musste er nach rechts und links ausweichen, um einen Untergrund zu finden, der mit dem Wagen befahrbar war. Manchmal waren es kurze Umwege von wenigen hundert Metern, manchmal drei oder vier Kilometer. Ständig wurde er wie durch eine starke Strömung von seinem Kurs abgetrieben. Die Stille war jetzt unglaublich, eindringlicher als jede Stille, die er je erlebt hatte. Ihm wurde klar, wie aufdringlich das Motorengeräusch inmitten dieses vollkommenen Schweigens klingen musste. Wenn die Wüstenbanditen hier draußen Patrouillen aufgestellt haben, was anzunehmen war, würden sie ihn über Meilen hinweg hören. Er konnte es nicht wagen, erneuten Funkkontakt mit der ISG Zentrale aufzunehmen. Zu groß war die Gefahr, hierdurch von den Banditen in der Wüste geortet zu werden. Trotz vor Hunger stark kurenden Magens fielen ihm aus Erschöpfung langsam die Augen zu....wohltuende Schwärze breitete sich aus....
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